TIM HOLLAND

Ich bin Autor, Literaturvermittler und Co-Verleger von hochroth München. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen, studierte ich am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Heute lebe ich in Berlin.

Im Herbst 2026 erschienen zwei Essays: „Angst“ und „Wenn Muskeln weinen“ – und so unterschiedlich die beiden sind, im Kern kreisen beide um ein Gefühl: Unsicherheit und Angst angesichts der gegenwärtigen Welt. Mein futuristisches Langgedicht „wir zaudern, wir brennen“ erschien bereits 2022. Es sind die derzeit zu beobachtenden klimatologischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, denen ich versuchte im poetischen Raum nachzugehen. Die raumgreifende lyrische Textfläche „vom wuchern“ war mein Debüt 2016.

Meine Arbeit wurde mehrfach unterstützt und ausgezeichnet. Unter anderem mit einem Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds, einem Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, Aufenthaltsstipendien in Gelsenkirchen, Hausach und Schöppingen und dem ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg.

Ein wichtiger Teil meiner künstlerischen Praxis ist die Vermittlung von Literatur. Gerne leite ich mehrsprachige und inklusive Schreibwerkstätten, arbeite mit Texten in Communitys und konzipiere offene Literaturveranstaltungen. Manchmal werden daraus auch wieder Bücher. So entstand aus einer Unkonferenz zum Spekulativen Schreiben die Anthologie „Kollaps und Hope Porn – 13 Zukunftsaussichten“ (hrsg. mit Lukas Dubro, Maro Verlag 2022).

In den letzten Jahren habe ich viel über Utopien und Dystopien, individuelle und kollektive Gefühle, Ängste und Hoffnungen nachgedacht und Seminare an Hochschulen gegeben wie „Na du, wie geht’s? – Gegenwartsgefühle, ein unvollständiges Glossar mehr-als-individueller Emotionen“ und „Kollaps und Hope Punk – Text als Möglichkeitsraum“.

Zusammen mit Tristan Marquardt und Hannes Munzinger verlege ich bei hochroth München Bücher.

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